
🇦🇹Elisabeth Brandner
Der Ruf Gottes
YouTube · Familienföderation Austria · 45:33 · Austria
Elisabeth Brandner recounts her spiritual journey from a Catholic upbringing in Burgenland, through encountering the Divine Principle at 21, to her early pioneering work in Austria and a Home Church Crusade in England.
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Es freut mich, euch ein wenig über meinen missionarischen Werdegang erzählen zu können. Bevor ich zu meinem Hauptthema komme — meiner Mission in Kroatien und Slowenien — möchte ich euch etwas Allgemeines zu meinem geistigen Werdegang sagen. Ich setze mich, weil mir das Stehen schwerfällt.
Ich bin als burgenländische Kroatin im Burgenland aufgewachsen, in einer katholischen Familie. Von meinen Großmüttern habe ich die Liebe zu Gott gelernt. Auch heute noch trage ich den Satz meiner Großmutter im Kopf: „Vergiss nie auf Gott." Das hat mich mein ganzes Leben lang begleitet. Zu Ostern berührte mich immer das Leben Jesu, und ich dachte damals: „hätte ich zur Zeit Jesu gelebt, ich wäre ihm gefolgt."
Mit etwa 17 Jahren wollte ich unbedingt Entwicklungshelferin werden, und ging in Eisenstadt in das entsprechende Büro. Die Dame schaute mich an und fragte: „Mädchen, wie alt bist du denn?" Ganz stolz antwortete ich: „17." Damals war man mit 17 noch nicht großjährig, und sie sagte: „Melde dich wieder, wenn du 21 bist." Zuerst war ich verletzt — mit 17 wusste ich schon, was ich wollte. Damals habe ich Gott versprochen: „wenn ich bis 21 nicht verheiratet bin, melde ich mich als Entwicklungshelferin oder Missionarin." Natürlich habe ich dieses Versprechen schnell vergessen — aber Gott hat nichts vergessen.
Überlegt es euch also gut, wenn ihr Gott etwas versprecht, denn er vergisst es nicht. Genau mit 21 Jahren lernte ich durch meine Schwester Brigitte die Prinzipien kennen. Sie war damals in Wien, und hielt das sehr geheim. Einmal kam sie mit dem roten Prinzipienbuch nach Hause und versteckte es vor ihrer Abreise nach Wien — denn sie war selbst noch in der Vorbereitungsphase, und sagte mir, ich solle das Buch nicht anrühren.
Natürlich habe ich es gesucht, und gefunden. Zuerst war ich erschrocken von dem Bild, weil der Wahre Vater in koreanischer Kleidung abgebildet war. Es war damals auch die Zeit, in der diverse Gurubewegungen unterwegs waren, auch in Eisenstadt. Ich dachte: „um Gottes willen, jetzt ist meine Schwester dabei." Brigitte war zunächst sehr entsetzt, dass ich in ihrer Abwesenheit das Buch gesucht hatte.
Ich kam dann nach Wien, und gemeinsam besuchten wir das Center in der Marokkanergasse, Workshops und so weiter. Was mich bewog, diesen Weg zu gehen, waren am Anfang zwei Dinge. Das erste war das Kapitel über das Ideal — dass Gott uns auch braucht. Im Katholischen hieß es immer: „Gott braucht den Menschen nicht." Hier wurde mir klar — Gott braucht uns.
Der zweite Punkt war die Mission Jesu, weil ich mich mit dem Leben Jesu stets verbunden fühlte. Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, den Wahren Vater als Messias anzuerkennen. Da hat mir das Gebet geholfen. Julia, die damals den Workshop leitete, sagte: „Wenn du dir nicht sicher bist, frag einfach Gott, wie er darüber denkt." Im Gebet kam immer wieder dasselbe: „Elisabeth, jetzt kannst du zeigen, was du immer gesagt hast. Wenn du zur Zeit Jesu gelebt hättest, hättest du ihm gefolgt. Jetzt kannst du zeigen, ob du dem Messias folgen willst."
Bestärkt hat mich auch ein besonderer Traum. Ich sah eine große Kathedrale, in der links und rechts Stufen zu einem Thron führten. Mit feierlicher Musik kamen bischöflich gekleidete Gestalten, und Vater Moon war einer von ihnen — ebenfalls wie ein Bischof gekleidet. Auf jeder Stufe stand jemand, auch ich. Als er meine Stufe erreichte, schaute er mich an — und in dem Augenblick sah ich das Gesicht Jesu. Als er wieder nach vorn blickte, war es das Gesicht von Rev. Moon. Dieser Traum war sehr intensiv. Diese zwei Erlebnisse bewirkten schließlich, dass ich mich entschied, diesen Weg zu gehen.
Bevor ich nach Kroatien kam, war ich zuerst in der Marokkanergasse, dann in St. Pölten, und von St. Pölten ins AK-Team — das Aktionsteam, wie wir es damals nannten. Zuerst war ich in der Südsteiermark, dann in der Oststeiermark. Eines Nachts rief uns Fredi, der damalige Leiter der Steiermark, zu einem nächtlichen Treffen, weil es Besonderes zu besprechen gab: die Fahrt nach England zur Home Church Crusade. Ich war damals Pionierin in Weiz.
In all diesen Stationen durfte ich wirklich tolle Menschen kennenlernen, die mir Gott damals gezeigt hat — etwa Dina in St. Pölten. Immer, wenn ich auf die Straße ging, betete ich, Gott möge mir die Menschen zeigen, mit denen ich über ihn reden soll. Bei Dina fiel mir zuerst nicht ihr Gesicht auf, sondern ihre Jeanshose mit dem Smiley „God loves you". Für mich war das ein Zeichen, dass Gott wollte, dass ich sie ansprach. Und so konnten wir wirklich viel über Gott reden.
In Graz war es ähnlich mit Heidi Meier, damals Podgorni. Im AK-Team würde ich auch das als Führung Gottes bezeichnen. Heidi war eine sehr feine Dame, gekleidet und geschminkt — normalerweise hätte ich so jemanden gar nicht angesprochen. Aber vom Äußeren darf man sich nicht täuschen lassen: es stellte sich schnell heraus, dass sie ein sehr gläubiger Mensch war. Etwas sehr Schönes ist daraus entstanden.
In England habe ich erlebt, dass die Zusammenarbeit mit der geistigen Welt keine Theorie, sondern Praxis ist. Durch unsere Home Church Area lernte ich dort Faith und Trevor Jones kennen. Faith war damals — und vielleicht auch heute noch — Spiritualistin. Als ich an ihrer Tür klingelte, um sie zu einem Vortrag einzuladen, sagte sie: „Danke, ich kenne das alles schon, es ist nichts Neues für mich." Ich antwortete lächelnd: „Vielleicht ist es doch etwas, das Sie noch nicht kennen."
Sie musterte mich, und bat mich zu meiner Verwunderung herein. Später erzählte sie, warum: sie hatte zuvor geträumt, dass eine junge Österreicherin mit roter Jacke und blauen Gummistiefeln ihr über das New Age erzählen würde. Das war deshalb so bemerkenswert, weil Fredi uns vor der Abreise nach England gesagt hatte: „Kauft euch Regenstiefel." Da Blau meine Lieblingsfarbe ist, hatte ich mir blaue Regenstiefel gekauft, und von einer anderen Schwester — nicht Brigitte — hatte ich eine rote Jacke geschenkt bekommen.
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