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Elisabeth Brandner

Elisabeth Brandner

Der Ruf Gottes

YouTube · Familienföderation Austria · 45:33 · Austria

Elisabeth Brandner recounts her spiritual journey from a Catholic upbringing in Burgenland, through encountering the Divine Principle at 21, to her early pioneering work in Austria and a Home Church Crusade in England.

Mein Hauptthema wird meine Mission in Kroatien und Slowenien sein, aber davor möchte ich über meinen geistigen Werdegang erzählen. Ich bin als burgenländische Kroatin im Burgenland aufgewachsen, in einer katholischen Familie. Von meinen Großmüttern habe ich die Liebe zu Gott erlernt. Bis heute ist der Satz meiner Großmutter in meinem Kopf: »Vergiss nie auf Gott.« Das hat mich mein ganzes Leben lang begleitet. Auch zur Osterzeit hat mich das Leben Jesu immer berührt, und ich dachte damals immer: Wenn ich zur Zeit Jesu gelebt hätte, ich hätte ihm gefolgt.

Mit ca. 17 Jahren wollte ich Entwicklungshelferin werden und bin in Eisenstadt in dieses Büro gegangen. Die Frau dort schaute mich an und fragte: »Mädchen, wie alt bist du?« Ich ganz stolz: »17 Jahre.« Damals war man mit 17 noch nicht großjährig, und sie sagte: »Weißt du was, melde dich wieder, wenn du 21 bist.« Zuerst war ich verletzt — ich wusste mit 17 schon, was ich will.

Ich hatte damals Gott versprochen: Wenn ich bis 21 Jahre nicht verheiratet bin, dann melde ich mich als Entwicklungshelferin oder Missionarin. Dieses Versprechen habe ich sehr schnell vergessen — aber Gott hat nichts vergessen. Überlegt es euch gut, wenn ihr Gott etwas versprecht, weil er vergisst das nicht. Denn genau mit 21 Jahren habe ich durch meine Schwester Brigitte die Prinzipien kennengelernt.

Brigitte lebte damals schon in Wien und kam einmal nach Hause mit dem roten Prinzipienbuch — damals gab es ein rotes Prinzipienbuch. Das hat sie vor der Abreise nach Wien immer versteckt und mir immer gesagt, Jonet suche das Buch, weil sie selbst noch in der Vorbereitungsphase war. Ich habe es natürlich gesucht und auch gefunden. War aber zuerst erschreckt von dem Bild, weil dort der Wahre Vater in koreanischer Kleidung war. Es war auch die Zeit, wo in Eisenstadt Guru-Bewegungen unterwegs waren, und ich dachte mir: Um Gottes Willen, jetzt ist meine Schwester da. Brigitte war dann verständlicherweise entsöhnt, dass ich in ihrer Abwesenheit das Buch gesucht hatte.

Ich bin dann auch nach Wien gekommen, und gemeinsam waren wir in der Marokkanergasse im Center. Ich war dann auch am Workshop. Was mich bewogen hat, diesen Weg zu gehen, waren am Anfang zwei Dinge. Das erste war das erste Kapitel — das Ideal und dass Gott uns auch braucht. Im Katholischen war es immer so: Gott braucht den Menschen nicht. Aber da war für mich klar: Gott braucht uns auch. Der zweite Punkt war die Mission Jesu, weil mich das Leben Jesu immer tief berührt hatte und ich mich immer damit verbunden fühlte.

Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, den Wahren Vater als den Messias anzuerkennen. Aber da hat mir ein Rat geholfen, den Julia damals, die den Workshop geleitet hat, gegeben hat: »Wenn du dir nicht sicher bist, frag einfach Gott, wie er darüber denkt.« Ich habe wirklich gebetet, und im Gebet kam immer wieder dasselbe: »Elisabeth, jetzt kannst du zeigen, was du immer gesagt hast — wenn du zur Zeit Jesu gelebt hättest, hättest du ihm gefolgt. Jetzt kannst du zeigen, ob du dem Messias folgen willst.«

Das Zweite, was mich noch bestärkte, war ein besonderer Traum. Im Traum war eine große Kathedrale, und links und rechts führten Stufen zu einem Thron. Mit feierlicher Musik kamen dann Gestalten, gekleidet wie Bischöfe — darunter auch Vater Moon. Auf jeder Stufe stand jemand, und ich stand ebenfalls auf einer Stufe. Als er meine Stufe erreichte und mich anschaute, sah ich in diesem Augenblick das Gesicht Jesu. Als er dann wieder geradeaus schaute, war es das Gesicht von Reverend Moon. Dieser Traum war sehr, sehr intensiv.

Diese zwei Punkte haben letztendlich bewirkt, dass ich mich entschieden habe, diesen Weg zu gehen. Bevor ich nach Kroatien kam, war ich zuerst in der Marokkanergasse, dann in St. Pölten, und von dort im AK-Team — dem Aktionsteam — zuerst in der Südsteiermark, dann in der Oststeiermark. Dann wurden wir bei Nacht und Nebel zusammengerufen — der Fredi kann sich vielleicht noch erinnern, er war damals Leiter der Steiermark, ich war im Weizpionier — weil es etwas Besonderes zu besprechen gab: nämlich nach England zur One World Crusade zu fahren. In all diesen Abschnitten durfte ich wirklich tolle Leute kennenlernen, die mir Gott gezeigt hat.

Wann immer ich auf die Straße gegangen bin oder wo immer ich Leute treffen konnte, habe ich Gott gebetet, er möge mir die Menschen zeigen, die er will, dass ich mit ihnen über ihn rede. In St. Pölten fiel mir Titina Kums auf — kennen Sie sie? Bei ihr bemerkte ich zuerst nicht ihr Gesicht, sondern ihre Jeanshose mit dem Smiley »God loves you.« Das war für mich eindeutig ein Zeichen Gottes, diese Person anzusprechen. So konnten wir sehr viel über Gott reden.

In Graz war es ähnlich mit Heidi Mayer — damals hieß sie Bocconi. Ich war im AK-Team, und auch da war es eine Führung Gottes. Heidi war damals eine sehr feine Dame, gekleidet und geschminkt; normalerweise hätte ich so jemanden nicht angesprochen. Aber vom Äußeren darf man sich nicht täuschen lassen. Es stellte sich sehr schnell heraus, dass sie ein sehr gläubiger Mensch war, und auch da ist etwas sehr Schönes entstanden.

In England habe ich wirklich erlebt, dass das Zusammenarbeiten mit der geistigen Welt keine Theorie ist, sondern Praxis. Durch unsere Home Church Area lernte ich dort Faith und Trevor Jones kennen — Faith war damals Spiritualistin, oder vielleicht ist sie das auch heute noch. Als ich an ihrer Tür klingelte und sie zu einem Vortrag einladen wollte, sagte sie: »Danke, ich kenne das alles schon, es ist nichts Neues für mich.« Mit einem Lächeln sagte ich: »Vielleicht ist doch etwas Neues dabei, was Sie noch nicht kennen.« Sie musterte mich und bat mich herein — zu meiner Verwunderung.

Später erzählte sie mir, warum sie mich hereingeladen hatte: Sie hatte vorher einen Traum gehabt, dass eine österreichische junge Frau mit roter Jacke und blauen Gummistiefeln ihr über den New Age erzählen wird. Das war interessant, weil Freddy uns vorher gesagt hatte, wir sollen uns Regenstiefel kaufen, bevor wir nach England fahren. Ich hatte mir blaue Gummistiefel gekauft — Blau ist meine Lieblingsfarbe — und von meiner anderen Schwester, nicht der Brigitte, eine rote Jacke geschenkt bekommen. In London konnten wir außerdem wählen, in welche Stadt wir gehen — ich habe Leeds gezogen, wo Faith war. Das hat mir gezeigt, dass die geistige Welt wirklich vorbereitet.

Nach Leeds kam ich nach Newport, weil dort das österreichische Gebiet war. Peter Koch fragte einige von uns, ob wir nicht eine Ostsprache lernen wollten, um dort eine Untergrundmission anzufangen. Mich fragte er, ob ich meine alte Muttersprache erlernen wolle — nämlich Kroatisch — und ich sagte Ja. Aber es war schwierig für Peter, wie er uns aus England herausbringen konnte, weil damals ein besonderer Grund dafür nötig war.

So hat er angegeben, dass wir alle, die wir zurückwollen nach Österreich, einfach geistige Probleme haben. Was für mich schon sehr, sehr schwer war, weil ich war sehr gerne in England. Und vor allem die Home Church—ich habe sehr gerne Home Church gemacht. Das war für mich sehr gut. So sind wir dann nach Wien gekommen. Und dann war unsere Aufgabe von Peter Koch, dass wir selber den Weg finden, wie wir in diese Länder kommen, für die wir uns vorbereiten sollten. Und so haben wir dann auch zum Studieren angefangen. Deswegen sind die meisten Butterflies auch Akademiker geworden, aufgrund unserer Mission.

Und jetzt komme ich zu dem eigentlichen Punkt, Kroatien, Slowenien. Ich bin am 1. Mai 1981 nach Zagreb gefahren. Ich habe eigentlich nichts gewusst, wie ist die Situation dort, gar nichts. Ich bin einfach hingefahren, um drei Tage dort zu sein und auszukundschaften, was möglich ist. Und ich habe auch wieder Gott gebeten, er möge mir helfen, dass ich in diesen drei Tagen zumindest eine Kontaktadresse bekomme, eine Person kennenlerne, zu der ich immer wieder kommen kann. Und im Mai damals, im 1981er Jahr—es waren noch kommunistische Zeiten—war die Stadt leer. Keine einzige Menschenseele an der Republik—wie sie damals geheißen hat, dem Hauptplatz. Weil nämlich der 1. Mai in den kommunistischen Ländern ein sehr, sehr großer Feiertag war, wo die Leute alle Ausflüge gemacht haben oder aus der Stadt rausgefahren sind.

Und wie ich da so alleine auf der Republik—das ist der Hauptplatz in Zagreb, jetzt heißt er anders—gestanden bin, ist mir so wirklich stark der Gedanke gekommen, wie eigentlich Moses von Gott gerufen wurde, zu seinem Volk zurückzukehren. So habe ich mich damals, zumindest kurz, gefühlt, wieder in meine alte Heimat zu kommen. Auch jetzt noch ist für uns Burgenlandkroaten, wenn wir über Kroatien reden, das unsere alte Heimat. Deswegen habe ich dieses Empfinden gehabt. Und so bin ich dann herumgeirrt in der Stadt, nach Menschen suchend.

Die Gasthäuser, Restaurants, alles war zu. Aber in der Nähe vom Bahnhof war ein kleines Café offen. Dort bin ich dann hineingegangen und habe Ausschau gehalten und immer wieder gebetet: Bitte zeig mir jetzt jemanden, mit dem ich Kontakt treffen kann. Und da setzten sich zwei Damen zu mir und irgendwie kamen wir ins Gespräch, und ich erzählte ihnen, dass ich von Burgenland komme, von Österreich komme, ich möchte jemanden kennenlernen und so weiter. Und da gaben sie mir eine Adresse von einer Professorin.

Das war die Professorin Andric. Ich ging dann erst am zweiten Tag dorthin. Zuerst wusste ich nicht, wie werde ich von ihr empfangen, aber sie hat mich wirklich gleich von Anfang an—so als hätte sie schon auf mich gewartet—begrüßt und gesagt, ich soll reinkommen. Und auch ihre Familie habe ich kennengelernt. Es hat sich dann herausgestellt, dass ihr Vater, der damals nicht mehr gelebt hat, früher einmal mit den burgenländischen Kroaten Kontakt hatte. Also auch hier habe ich wieder diese geistige Führung gespürt.

Und dieser Kontakt, diese Freundschaft, ist bis heute—sie ist leider jetzt schon verstorben. Aber jedes Mal, wenn der 1. Mai war und ich in Zagreb war, wurde ich von ihr und auch von ihren zwei Brüdern eingeladen, einen Ausflug zu machen, raus aus der Stadt. Und sie hat mich dann immer herumgeführt und auch geschichtlich immer gezeigt, was so ist. Das heißt, das war mein erster Kontakt, und ich bin dann nach Wien zurück—zufrieden, dass ich die Aufgabe erfüllt hatte und einen Kontakt hatte.

Dann, Monate später, erst im Herbst, konnte ich für länger nach Zagreb, weil ich von unserem kroatischen Kulturverein hier in Wien ein Stipendium bekommen habe, wo ich für ein Jahr dort war. Später ist dann auch Michaela gekommen. Und das Interessante war, dass ich in Zagreb, würde ich fast sagen, in drei Stufen Leute kennengelernt habe. Zuerst meine Mitbewohnerinnen, mit denen ich zusammen gewohnt habe—Studentinnen, eigentlich alles Atheistinnen. Keiner von ihnen hat wirklich an Gott geglaubt. Und die eine Zimmerkollegin hat mir sogar ihre Lehrbücher gezeigt, wo wirklich drin gestanden ist: Religion ist Opium für das Volk, Gott ist tot. Auch für sie waren das alles nur Geschichten.

Ich habe sie dann einmal in einer Videothek gesehen, wo Ben Hur gezeigt wurde. Sonst hat man solche Filme nirgends gesehen, nur Partisanenfilme. Und das war für sie wie ein christliches Märchen. Und da habe ich mir vorgenommen: okay, dann wird sie jetzt von mir jeden Tag hören, Gott lebt—in irgendeiner Form. Das Interessante war, sie hat das immer wieder gehört. Wir haben uns dann zwar später aus den Augen verloren, aber interessant war für mich, dass ich Jahre später gehört habe, dass sie sich in ihrer Stadt einer buddhistischen Gruppe angeschlossen hat. Und das war für mich auch eine Errungenschaft, weil sie wirklich einfach nichts von Religion oder geistigen Werten wissen wollte. Und da habe ich gemerkt, dass der Samen, auch wenn er vielleicht anders rauskommt, irgendwie Früchte bringt.

Die zweite Stufe war dann, dass wir wirklich Menschen getroffen haben, denen wir dann die Prinzipien erzählen konnten. Die Tafel—das Bild habe ich deswegen genommen, weil damals hat es noch kein Laptop gegeben, kein Handy, auch kein Whiteboard. Das heißt, ich habe in Österreich Tafelfarbe gekauft und Kreide. Und in Zagreb habe ich mir dann eine Sperrplatte ausschneiden lassen, und die Tafel habe ich selber gemacht—das kann ich stolz sagen, ich habe sie selber gefärbt. Und kein Gerüst für die Tafel, sondern da mussten Stühle herhalten.

In der Zwischenzeit war auch Michaela in Zagreb. Wir haben nicht zusammen gewohnt—sie hat bei einer alten Dame gewohnt, ich habe auch woanders gewohnt—aber wir konnten uns treffen. Es wäre auch komisch gewesen, wenn wir uns nicht getroffen hätten, weil wir ja vom gleichen Ort im Burgenland sind und das gleiche Stipendium von der gleichen Stelle bekommen haben. Und auch Hermann war damals in Ljubljana—ein Kärntner. Er hat in Ljubljana damals auch studiert und hat uns dann einmal besucht. Und das waren unsere zwei Gäste zu dieser Tafel.

Auch die Angelika, das war so interessant, wie ich sie kennengelernt habe. In den Sommerferien gab es für Studenten Sommerseminare, und da habe ich eine Studentin aus Prag kennengelernt, die mir die Adresse von der Angelika gegeben hat. Und diese Studentin ist dann, wie sie zurückgekommen ist von dem Seminar, in Prag von einer Straßenbahn überfahren worden. Und ich habe mir auch gedacht—das ist wirklich, dass sie mir vorher die Adresse von ihr gegeben hat. Aber auch das, muss ich sagen, war wirklich geistige Führung.

Aber das war jetzt diese zweite Stufe. Das waren zwar Leute, denen wir Prinzipien erzählen konnten, aber auch die waren nicht wirklich so speziell begeistert, Gott zu hören. Und erst dann bei der dritten Stufe haben wir wirklich Leute getroffen, die gläubig auch waren, die mit Gott etwas anfangen konnten. Speziell muss ich Maria erwähnen, die nach wie vor unser erstes Mitglied in Kroatien war—sie wollte Zivilnonne werden. Das war damals sehr üblich, weil offiziell war die Kirche nach wie vor nicht erlaubt. Und deswegen haben viele Frauen, die Nonnen werden wollten, als Zivilnonne gelebt.

Ich habe Maria in der Herz-Jesu-Kirche kennengelernt. Weil ich konnte natürlich nicht auf der Straße witnessen, so wie wir es gewohnt waren. Sondern ich habe mir Orte ausgesucht, wo man Menschen treffen könnte, mit denen man über Gott auf natürliche Art und Weise reden hat können. Und so habe ich die Herz-Jesu-Kirche erwählt und dort habe ich Maria getroffen. Wir haben uns dann immer wieder getroffen und ich habe ihr damals auch über die Prinzipien erzählt.

Nach dem vierten Teil kam sie dann zu mir und hat gesagt, Elisabeth, es tut mir leid — Gott hat mir gesagt, ich soll nicht mehr kommen. Und ich habe nachher schon zu Gott gesagt: Wie kannst du sowas sagen? Statt mich zu unterstützen, sagst du, du sollst nicht kommen. Aber später hat sich herausgestellt, dass das nicht Gott ihr gesagt hatte, sondern das war ihr Priester — der hat gesagt, du geh nicht mehr dorthin. Und so hatten wir eigentlich ein Jahr lang keinen Kontakt.

Aber nach einem Jahr habe ich mein altes Adressbuch durchgeschaut und es ist mir gekommen, ich soll noch einmal gewisse Leute kontaktieren. Das habe ich dann eben auch bei Maria gemacht. Und zu meiner Überraschung war sie da ganz anders — es hat sich in dem einen Jahr einiges bei ihr getan, und plötzlich wollte sie wieder weiterhören, was zu hören war. Auch Michaela hatte hier Gäste — zum Beispiel die Marianne und die Romana, das war ein Freund von der Marianne. Und der Rudolf, den kennt ihr vielleicht, der kam von Belgrad. Und wir hatten da in Zagreb unseren ersten Workshop, also einen Wochenend-Workshop.

Auch da muss ich noch etwas sagen — Maria hatte wieder eine Ausrede, nicht zu kommen, weil ihre Tante gekommen war und so weiter. Ich hatte damals gelesen, dass Jesus gesagt haben soll: Wenn ihr mit Christen redet, redet in meinem Namen, weil meine echten Schäfchen hören auf meinen Namen. Ich habe mich damals mit Maria in einem Café getroffen, und sie hat mir mitgeteilt, sie kann nicht kommen. Da habe ich wirklich so stark gesagt: Im Namen von Jesus möchte ich dir sagen, Jesus will, dass du dir das einmal anhörst. Du musst kommen. Wir haben so hin und her — das war wirklich so eine Kraft dahinter, das kann man sich gar nicht denken — und plötzlich fingen wir beide zum Weinen an. Und sie sagte, okay, du hast recht. Und so ist sie eben erschienen.

Also man kann wirklich zu den Christen im Namen von Jesus diese Autorität nützen — so habe ich es erlebt. Diese Autorität nützen, dass man zu den Christen sagt: Im Namen von Jesus, hör dir das einmal an. Und nach dem Zwei-Tages-Workshop — alle waren sehr begeistert — haben wir diese große Gruppe nach Wien, in unsere Wohnung, eingeladen und einen Sieben-Tages-Workshop gemacht. Damals war unsere Wohnung noch ziemlich leer, deswegen konnten wir das dort machen. Und es gelang uns wirklich — da war eben Rudolf, dann die Michaela, ich, auch der Hannes, wir waren halt die Vortragenden — ein sehr schönes Programm aufzubauen. Und die waren alle sehr begeistert.

Weil die Begeisterung so groß war, ging der eine Bursche, sehr speziell, zum Priester und hat voller Begeisterung erzählt, wie viele Leute da waren. Der Priester hatte die meisten — außer die Maria — aus seiner Pfarre. Und leider, leider hatte der so viel Macht und Kraft, dass er die anderen wieder zu sich ziehen konnte. Maria aber, obwohl er sie nicht kannte, wollte er auch bekehren — doch Maria ist da standhaft geblieben. Und aus dieser Gruppe ist dann wirklich Maria die einzige gewesen, die wirklich geblieben ist.

Das wäre so das Wichtigste zu Zagreb. Das war die zweite Familie in Zagreb, die ich kennengelernt habe und die dann später auch zur ISUM-Konferenz gekommen sind. Und wir sind dann 1989, auch wieder am 1. Mai — bei uns war das immer der 1. Mai — nach Ljubljana, Hannes und ich. Hermann war dann schon lange wieder in Österreich, und in Zagreb war Rudolf geblieben. Und jedenfalls sind wir dann nach Slowenien gegangen, und im September 1989 haben wir dann zu dritt — Maria, Hannes und ich — angefangen, aktiv zu arbeiten.

Das war auch eine Zeit, wo sich sehr viel getan hat — wo wir von Österreich Unterstützung bekommen haben, wo viele Geschwister immer für kurze Zeit gekommen sind. Kennt ihr den Papa Bresnik noch? In Ljubljana haben wir nicht nur auf der Straße mit jungen Leuten geredet, sondern wir haben gleichzeitig immer sehr viel Elternarbeit gemacht. Ich muss sagen, dank dieser Elternarbeit hatten wir damals wirklich keine negativen Eltern, die reagiert haben. Wir haben wirklich sehr viele Eltern-Workshops gemacht, auch zusammen mit Zagreb haben wir vieles gemeinsam gemacht.

Dann war das auch eine Zeit, wo es EIS-Konferenzen gegeben hat — die erste war, glaube ich, in Prag. Und wir haben in Ljubljana nicht nur auf der Straße gesprochen, sondern auch Priesterarbeit gemacht. Das muss ich auch sagen — ein wirklich ganz, ganz lieber, netter Priester, den wir eigentlich in Medjugorje kennengelernt haben. Auch eine spezielle Geschichte, auf die ich jetzt nicht eingehe. Mit diesem Priester waren wir immer wieder in Kontakt. Ein Kollege von ihm — beide nahmen dann an der EIS-Konferenz in Prag teil. Und obwohl sie katholische Priester waren, waren sie zumindest so weit offen, dass sie sich das angehört haben. Und der Priester blieb auch weiter immer mit uns in Kontakt — das war in seinem Pfarramt.

Dann hat es aber auch gegeben, schon zu dieser Zeit, die erste — würde man vielleicht sagen — eine Art UPF-Konferenz in Sarajevo. Das war auch eine Zusammenarbeit natürlich mit Österreich, Rudolf, also mit allen unseren Ländern. Wir konnten dort auch Gäste hinbringen. Es war, glaube ich, eine sehr gute Konferenz damals. Und die Eltern haben wir dann auch nach Österreich eingeladen — das war in Garflens, wo Eltern aus Österreich, aber auch Eltern aus Slowenien waren.

Das hier war auch eine unserer ersten Schwestern in Slowenien, die wir kennengelernt haben, mit ihrer Familie, wo wir immer willkommen waren — eben aufgrund der Elternarbeit. Das kann ich wirklich empfehlen. Und dann waren wir sogar in Sebenstein — das war auch ein sehr schönes Treffen, wo wir dann am Abend ein Barbecue gehabt haben. Und all diese Treffen und die Ergebnisse waren natürlich für unsere Gäste sehr, sehr wertvoll und sehr bereichernd.

Dann kam natürlich auch musikalische Unterstützung nach Ljubljana — damals das Musiktrio. Die Ilse zum Beispiel, der Toni, der Otto Weißkopf, dann auch der Gerhard, Schenkermeyer und Lisa. Das heißt, wir gaben ein Konzert, wo Leute kamen. Unsere Sommeraktivitäten waren eben Fandresen — das war einer unserer ersten Leute, wir Slowenen — und wir waren in Italien, in Fandresen, um uns Geld für Aktivitäten zu bekommen. Wir haben versucht, auf verschiedenen Ebenen zu kommen. Da haben wir auch den Plastnik einmal in Ljubljana eingeladen und hatten eine kulturelle Veranstaltung, wo der Plastnik seine Ausstellung präsentiert hat. Das war auch sehr interessant.

Dann haben wir angefangen, Public-Vorträge — also öffentliche Vorträge — in Studentenheimen zu geben, mit verschiedenen Themen. Das dürfte ein koreanischer Abend gewesen sein, wo wir ein bisschen über die koreanische Kultur erzählt haben. Und dann haben wir aber auch angefangen, nicht nur kulturelle Projekte zu machen, sondern auch Lectures. Und durch so eine Public Lecture habe ich ganz super Leute kennengelernt — die eine war die Susanne Strelak, die kennt ihr von Prag, und ein anderer war Alish mit seiner Frau.

Die Susanne hat damals gesagt — sie hatte gerade die Lecture erlebt — sie hat sich gedacht: Was muss das für eine Verrückte sein aus Österreich, die daherkommt und ihr Leben aufgibt, um da über Gott zu reden. Wer sie kennt, weiß, wie ihre Art ist — sie ist aber eine ganz liebe Schwester. Bei diesen öffentlichen Vorträgen war natürlich sehr viel Hilfe von außen, von anderen Geschwistern, von anderen Leuten. Und wir konnten dadurch sehr viel den Menschen auch zeigen.

Das war dann unsere ersten Segnungskandidaten. Das ist Silvo. Silvo wurde eigentlich angesprochen von Fritz Quirks. Vom Bürgermeister Fritz Quirks, kann man sagen. Und Molzer. Auch eine von unseren, ich bin mir nicht mehr sicher, aber ich glaube, das war die Andrea Wollmut. Und das war ihr Mann eben aus Luxemburg. Ich konnte damals die Geschwister begleiten, auch die von Kroatien zusammen. Das war auch ein spezielles Erlebnis. Ja, und dann war natürlich auch die Inauguration of Women's Federation darf nicht fehlen. 1992 durfte auch ich mit nach Korea, um dort eben teilzuhaben an der Inauguration of Women's Federation. Und wir wurden dann gebeten, das auch in unseren Ländern zu machen. Und da ist auch Maya gekommen als Unterstützung. Und wir hatten das in einem Hotel, da hatten wir eben diese Inauguration Veranstaltung.

Und was ich, bevor ich jetzt zum Abschluss von der Mission komme, möchte ich sagen, dass es uns wirklich gelungen ist, eben mit aller Mithilfe, dass wir in der Zeit in Slowenien die Vereinigungskirche und auch Women's Federation registrieren haben können. Das heißt, es war wirklich, dann konnten wir legal einsteigen. Das ist uns gelungen. Aber ich muss sagen, es waren damals auch einfachere Bedingungen. Deswegen war es möglich. Und wir haben das dann genützt, sozusagen.

Ja, und dann allgemein, jetzt, durch das ich bei Butterfly Mission war, hatten wir wirklich Gelegenheit, uns mit den Wahren Eltern zu treffen, im kleineren Kreis. Das war für mich wirklich sehr, sehr wertvoll. Weil dadurch, kann ich sagen, auch eine Herzensverbindung zu den Wahren Eltern aufgebaut wurde. Ich muss sagen, speziell auch zur Wahren Mutter. Für mich halt, ja. Und hier seht ihr eben, wir hatten ein spezielles Treffen, da oben in Berchtesgaden. Da waren wir wirklich nur, was ihr vorher, heute bei Rund OK gelesen habt, das ist die Ansprache, die der Wahre Vater uns gegeben hat.

Und wir sind eben auch diese zwei Punkte eigentlich immer mit als Begleiter gewesen, nämlich be bold and strong. Seid stark und mutig. Aber auch, dass der Wahre Vater gesagt hat, ihr sollt es wissen, ich weiß, ihr seid in schwierigen Situationen, aber ihr sollt es wissen, ich war vor euch schon in schwierigen Situationen. Also das hat mich so auch mit ihm verbunden. Aber ja, wir konnten dann eben zu Gruppen, das waren eben die ursprünglichen Jugoslawien-Missionare. Dann hatten wir später, ich glaube im 87er Jahr, hat uns Referent Kwak damals ermöglicht, dass wir nach Korea kommen. Damals wurden amerikanische Priester eingeladen. Und auch wir konnten eben da, so artig hat er uns hineingeschleust, damals als amerikanische Priester.

Das war wirklich, also für mich war es zumindest ein sehr schönes Erlebnis, dass hier Cheongpyeong, aber nicht in der heutigen, da war noch gar nichts. Und ich wirklich, ich kann mich so gut erinnern, damals, das war Schwester oder ein älterer Bruder, der hat gesagt, schaut da auf den Berg, da war nichts zu sehen. Der Wahre Vater hat da Pläne, da wird einmal das und das entstehen. Und ich muss immer wieder an diese Situation denken, wenn ich heute die Bilder von Cheongpyeong sehe. Dass eigentlich schon damals wirklich die Pläne vom Wahren Vater waren im Kopf, dass einmal so eine, sag ich einmal, Stadt oder Ort entsteht. Und da, Alice, ich weiß nicht, wo wir da waren. Am Neusiedlersee.

Ja, und während unsere Aufenthalts in Slowenien war die Wahre Mutter in Kroatien eigentlich. Und Rudolf hat mich öfters gebeten, auch vorher schon öfters nach Zagreb zu kommen, ein bisschen auszuhelfen und so weiter. Und so war dann auch bei der Vorbereitung von der Wahren Mutter, das ist schon beim Abschied, auch hier muss ich sagen, in Zagreb war wirklich ein persönliches Erlebnis mit der Wahren Mutter, dass zwar nichts Spezielles war, aber für mich ein Funke zu meinem Herzen gesprungen ist.

Und zwar waren wir zum Frühstück eingeladen und ich saß wie sowieso von der Wahren Mutter und es hat gegeben, kleine Teller und auch den kleinen, großen Teller. Und immer, wenn wir natürlich, jeder wollte das perfekt schneiden und so, und immer wenn wir aber berührt haben, haben die Teller zum Tanzen angefangen. Aber keiner traute sich was sagen. Und da haben sich kurz die Blicke, der Wahren Mutter und meine haben sich kurz wirklich begegnet und beide haben auch plötzlich zum Lachen angefangen aufgrund der Teller. Weil wie gesagt, es ist sowas Banales, aber es hat irgendwas Persönliches in mir ausgelöst.

Und vielleicht noch wirklich ganz ganz zum Abschluss möchte ich sagen, es hat ja, wie ihr wisst, Krieg gegeben in den ehemaligen Jugoslawien. In Slowenien zehn Tage nur, das war im 91er Jahr im Juni. In Slowenien die zehn Tage war ich in Wien, weil da gerade Matthias geboren worden ist. Aber im Juli war ich dann schon wieder in Slowenien und Rudolf hat mich gebeten, ob ich nicht nach Zagreb kommen kann. Ich war mindestens drei Monate mit dem Matthias in Zagreb und da hatte ich eben einen speziellen Traum, deswegen will ich das erzählen.

Es kam so stark der Traum, nimm das Kind und geh zurück nach Ljubljana. Weil das vorgekommen ist, was der Wahre Vater gesagt hat. Und ich wusste damals nicht warum. Und Rudolf war natürlich auch nicht begeistert. Wir wussten schon, dass ich kritisch war, aber wir wussten nichts genaueres. Jedenfalls hatte ich es so stark, ich muss gehen, ich muss gehen. Ich bin dann nach Ljubljana zurückgefahren und am nächsten Tag fiel dann die erste Bombe in Zagreb. Auch da wieder, muss ich euch sagen, diese geistige Führung. Man muss auch die innere Stimme hören. Wenn sie sehr stark ist, dann hört auf eure innere Stimme.

Ich muss sagen, ich bin wirklich sehr dankbar, dass ich mich im Kreise von Butterfly, die Wahren Eltern, ein bisschen mehr kennenlernen habe können. Und auch für alles, was ich erleben habe können. Auch die Zeit des Kommunismus. Aber das Teil wäre viel zu lange jetzt. Aber Abschluss möchte ich nur mit einem Satz. Und zwar, wir und auch die Welt braucht Gott. Aber Gott braucht auch uns. Und der Messias, die Wahren Eltern, helfen uns, die Gemeinschaft mit Gott wiederherzustellen. Das soll uns bewusst sein. Wenn jemand fragt, warum brauche ich einen Messias? Dann kann man nur sagen, dass die uns helfen, die Gemeinschaft mit Gott wiederherzustellen, die leider verloren gegangen ist.

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